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krimirezension ab 2003-2013

 

Malcolm Pryce
"Der letzte Tango in Aberystwyth"
Shayol 05.2009
ISBN-10: 3926126868
12,90 €

Der letzte Tango von Aberystwyth

von Barbara Keller


Aberystwyth die Nächste, so geht es weiter: Nachdem Privatdetektiv Louie Knight das drohende Infernale von der 'Stadt der mysteriösen Geldregen' nicht ohne Verluste abgewendet hat (siehe Rezension 1), steckt er mit beiden Beinen erneut in Schwierigkeiten. Zunächst fängt es allerdings harmlos an. Und zwar mit dem Auftrag, einen vermissten Bestatter namens Dekan Morgan aufzuspüren...

Doch schon bei seinem ersten Recherchegang holt sich Knight eine blutige Nase. Dass seine unbedarften Nachfragen mit einem Trommelfeuer von Totschlägern beantwortet werden, lässt ihn - etwas später freilich - hellhörig werden. Gewisse Rachegefühle, nachdem der Detektiv eine Nacht bewusstlos an der Küste verbrachte, lassen sich naturgemäß nicht vermeiden und beflügeln seine Motivation. Mit Knights Antrieb steht es zunehmend nicht zum Besten, seit ihn seine Muse, die schöne Chanteuse Myfanwy Montex, vor drei Jahren Hals über Kopf verließ. Zum Glück steht dem unbestechlichen Detektiv die kleine, aber ausgekochte Calamity Jane zur Seite, die ihm für 50 Pence den Tag nicht nur 'zuarbeitet', sondern auch seine Geschäftspartnerin ist.

Dekan Morgan, der Gesuchte, so ergeben erste Recherchen, ist möglicherweise auf der Flucht vor einem Auftragsmörder. Dessen Klient könnte aus dem finsteren Milieu der mafiosen Druiden stammen. Die von Knight Befragten sind ausnahmslos gesprächig. Nur nicht in einer Weise, die dem Detektiv dienlich sein könnte.

Auch im Milieu der sozial Gestrandeten, Bauchredner und Obdachlosen des Seemannasyls wird Knight nicht sonderlich fündig. Erst als der seltsame Bauchredner Mr. Marmelade am helllichten Tag von einer Bande junger Burschen zu Tode geprügelt wird, weiß sich Knight trauriger Weise auf der richtigen Spur.

Was hat es mit den mutmaßlich bei Ysbyty Ystwyth praktizierten grauligen Experimenten auf sich? Was ist die 'Honigfalle'? Wohin ist plötzlich Calamity verschwunden? Ist das Monster Harod Jenkins etwa doch noch am Leben? Und was bedeutet der alarmierende Hilferuf der verlorenen Muse Myfanwy? Wie vielen Hoffnungen sich Knight hingeben darf und wie viel Wahrscheinlichkeit in ihnen liegt, erfährt der Leser bei einer spannenden Krimilektüre, die den prägnanten Charme walisischer Provinz atmet und von der Rezensentin wärmstens empfohlen wird.


Malcolm Pryce wurde in Großbritannien geboren und lebt seit Anfang der 90er Jahre im Ausland. Er arbeitete unter anderem an der Fertigungsstraße eines Autoherstellers, als Tellerwäscher, Aluminium-Verkäufer, Matrose auf einer Yacht in Polynesien und Werbetexter. Zur Zeit lebt er in Bangkok und schreibt an seinem vierten Aberystwyth-Roman. (... sagt der Shayol Verlag)


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