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krimirezension ab 2003-2013

 

Olivier Mau
"Myrtille am Strand"
Shayol Verlag 11.2006
ISBN-10: 3926126612
12,90 €

Die Tigerin

von Barbara Keller


Lieutnant Myrtille Xia-Mei von der Pariser Polizei, Abteilung Gewaltdelikte, reist allen bösen Vorahnungen zum Trotz zur Beerdigung ihres steinreichen Vaters in der französischen Mittelmeerstadt Toulon an. Doch statt eines letzten, lediglich die Nerven angreifenden Gemetzels um Erbschaft und sonstige letzte Gunst des Verblichenen, spritzt in Toulon nun fast täglich das Blut. Und zwar förmlich 'meterhoch'. Der Anlass, scheint's, ist Myrtille, für deren Grundversorgung post mortem der liebende Vater möglicherweise den Überfall eines Sicherheitstransports in Auftrag gegeben hat...
Myrtille ist das Kind des reichen, durch das Edelsteingeschäft in Madagaskar zu Vermögen gekommenen Rudolphe Tintoret und einer asiatischen Schönen, die letzterer jedoch samt Tochter schmählich im Stich ließ.

Mit gemischten Gefühlen reist Myrtille deshalb zur Beerdigung des alten Herren. Sie hofft, mit dieser Reise endlich auch dieses unerfreuliche Kapitel ihres Lebens abzuschließen. Doch bereits bei der Ankunft wird die attraktive Polizeibeamtin Zeugin eines rückhaltlos brutalen Überfalls auf einen Sicherheitstransporter, bei der einiges Blut warm verströmt.

Als der leitende Kriminalkommissar Rembrandt, ein kleiner, ehrgeiziger, Pariser Karottenkopf und Kollege, Myrtille verdächtigt, in den Überfall des Transporters verwickelt zu sein und sich schließlich herausstellt, dass ihr Vater Tintoret tatsächlich gewaltsam um das Leben kam, übernimmt die junge Ermittlerin die Initiative.

Doch dass ihr Vater Myrtille als Haupterbin begünstigte und ihr einen geheimnisvollen Brief hinterließ, macht sie in den Augen von Kommissar Rembrandt nur noch mehr verdächtig...

Fazit: Eins drauf gesetzt. Krimi französischen Temperaments und Humors, der sich zuletzt mit Aderlässen und einigem Köpfe-Rollen-Lassen als Splatter die Ehre gibt. Eben: funny crime an der französischen Südküste.

"Olivier Mau erblickt 1967 das Licht der Welt. Er wird überall gefeuert und verbringt als französischer Landesmeister im Schulrauswurf seine Zeit damit, über Jules Verne zu reden und damit jedem auf den Keks zu gehen. Aus dem Militärdienst wegen »Widerspruchsgeist« entlassen, entdeckt der junge Mann den roman noir, was die Sache nicht gerade besser macht. Nachdem er allerhand kleinere Jobs hinter sich gebracht und von den Belästigungen seines Bankiers genug hat, der ihn schon wild mit den Armen fuchtelnd verfolgt, flieht er ins Exil nach London, wo er einige Jahre lang in der Welt der Werbung wütet. Er entdeckt das irische Bier und beginnt, sich mit Rocksängern abzugeben. Ab da ist alles zu spät: Der Junge beginnt zu schreiben. Sein Papa rät ihm dringend, sich einen anderen Beruf zu suchen, doch seine Mama erklärt ihm, das solle er nicht so ernst nehmen, er sei schließlich der beste. Resultat: Er ist nicht mehr aufzuhalten." (... sagt der Shayol Verlag)

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