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krimirezension ab 2003-2013

 

Dieter P. Rudolph
"Pixit, Stadt der Unsichtbaren"
Conte Verlag 03.2011
ISBN-13: 978-3941657298
13,90 €

Dieter P. Rudolph, "Pixity"

von Barbara Keller


Ein kleines, findiges IT-Unternehmen scheitert, wenn auch genial, mit seinen klugen Lernprogrammen für Kinder. Mit Pixity, einer digitalen Stadt für Kinder, erschafft sich das Unternehmen neu. Das Internetportal erweist sich für die enthusiastischen Gründer als kommerzielle Goldgrube. Doch irgend etwas läuft schief im Land Fantasia. Und eines Tages liegt einer der Schöpfer Pixitys reglos und erkaltet auf seinen Wohnzimmerdielen...
Nils Bentner hat den Laden satt. Dabei war der virtuelle Spiel-, Lern- und Traumgarten für Kinder seine Idee gewesen. Der Programmierer hatte im Moment der Firmenkrise nicht nur die geniale Idee, sondern setzte sie auch in die Programmiersprache um.

Kinder sollten mit Pixity eine eigene Stadt bekommen, die sie selbst gestalten, auf der sie sich treffen, kommunizieren, gegenseitig helfen können. Bentner kam sich vor wie der liebe Gott persönlich. In der Hingabe zu seiner Passion vergaß er jedoch völlig seine Partnerin Olivia. Als Bentner den Abschiedsbrief auf dem Küchentisch seiner verwaisten Wohnung findet, ist es für eine Rettungsaktion seiner Beziehung längst zu spät.

Pixity, auf dem das dort zirkulierende, virtuelle Geld realer ist, als das darauf kommunizierte Leben, verkommt mehr und mehr zu einem rein gewinnorientierten Unternehmen. Die fröhlichen Nerds von einst sind zu einem Haufen uniformer Profithaie mutiert, die sich gegenseitig belauern.

Auch Single Bentner fährt längst nicht mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern mit einem eigenen Wagen. Jetzt glaubt er, der Nächste auf der Mobbingliste seiner Geschäftsfreunde zu sein, nachdem der zart besaitetet Gorland sich auszahlen ließ. Seit einiger Zeit ist Bentner als Programmier-Guru und Initiator Pixitys entthront und zum Sittenwächter der Website degradiert worden.

Während nun junge, ehrgeizige Programmierer sein Werk fortsetzen, durchforstet Bentner mit Unterstützung einer Praktikantin Pixity nach schwarzen Schafen. Nach Dummys, Fakes und bösen Buben, die den kleinen Schulschwänzern mit schmutzigem Ansinnen auflauern.

Doch so effizient Bentner auch arbeitet, Freude mag bei dieser Sisyphusarbeit nicht aufkommen. Dann begegnet Bentner auf Pixity der seltsamen Anna. Die 14-jährige, die mit mindestens einem weiteren Nick in Erscheinung tritt, weckt in Nils Bentner den kleinen pubertären Jungen von einst, jedoch auch seine Beschützerinstinkte.

Als Weidenfeld, einer der Gründer Pixitys, ermordet wird, ziehen seltsame Vorgänge in der virtuellen Stadt Bentner mehr und mehr in ihren Bann und schließlich fast ins Verderben...


"Dieter Paul Rudolph, 1955 in Blieskastel/Saar geboren, arbeitet als Literaturwissenschaftler und Multimedia-Entwickler, Kritiker, Herausgeber und Autor. Sein erster Kriminalroman "Menschenfreunde" erschien 2008 im Shayol – Verlag. Er ist Herausgeber der zehnbändigen Reihe "Criminalbibliothek 1850 – 1933," Mitherausgeber der "Krimijahrbücher" und als "dpr" fleißiger Blogger im Internet. " (...sagt der Conte Verlag)
www.hinternet.de/weblog


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