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krimirezension ab 2003-2013

 

Wolfgang Kaes
"Die Kette"
Rowohlt März 2005
ISBN 3-499-23873-X
8,90 €

Gruß aus der Gruft: Plan Z

von Barbara Keller


In Bonn Oberkassel findet der Rentner Alfons Becker – oder besser: dessen belgischer Schäferhund – am Ufer des Dornheckensees eine Leiche. Das Opfer ist der Waffenhändler Heinz Lewandowski. Kurz darauf wird auch dessen Lebensgefährtin Eva Gering regelrecht massakriert in der als Liebesnest gedachten Jagdhütte aufgefunden. Der von seinem letzten Fall noch schwer lädierte Kriminalkommissar Josef Morian hat die Russenmafia in Verdacht. – Auf der spanischen Insel Fuerteventura verschwindet zur gleichen Zeit die Lifestyle-Journalistin Iris Cronenberg, die über die Nazivilla Winter recherchiert und damit unbewusst in ein Wespennest sticht. Zwischen beiden Verbrechen scheint eine unheilvolle Verbindung zu bestehen. - Vierzehn Tage blutige Weltpolitik, vierzehn Tage Bonn – Fuerteventura im Vorfrühling: Spannend, aufschlussreich, beklemmend.

Das Bindeglied zwischen den Ereignissen in Bonn und Fuerteventura ist die Geheimorganisation die "Kette". Zu Lebzeiten vermittelte Lewandowski der "Kette" Waffen, darunter Kampfhubschrauber und Wüstenfahrzeuge. Anfangs glaubt Kommissar Morian an eine Täterschaft der Russenmafia. Aber sein Freund Sergej aus einschlägigem Milieu belehrt ihn eines Besseren. - Die Spur des Mörders beginnt bereits zu erkalten.

Aber welch ein Zufall. Zur tatrelevanten Zeit hält sich ein ehemals enger Freund des Kommissars auf Fuerteventura auf. Inkognito lebt der Ex-Privatdetektiv mit seinem Kompagnon Hurl auf der schönen Ferieninsel. Nur widerwillig und für gutes Honorar begleitet er die karrieresüchtige, ehemalige Kollegin Iris Cronenberg in den Norden der Insel zur Villa Winter. In die er sich urplötzlich Hals über Kopf verknallt und die aber kurz darauf spurlos verschwindet.

Was die "Kette" mit dem "Plan Z" des Grafen Felipe Marqués de Portago auf Villa Winter, was die Pläne des deutschen Ex-Abwehrchefs Wilhelm Canaris mit einer zweiten Requonquista und die "Ratline" mit dem ermordeten Zigeuner Jakob Glück und der rachsüchtigen Witwe Lewandowski zu tun haben, lese der Krimifreund selbst.

"Wolfgang Kaes, * 1958 in Mayen (Eifel), Studium der Politikwissenschaften, Kulturanthropologie und Pädagogik in Bonn, freiberuflich tätig als Polizei- und Gerichtsreporter für den "Kölner Stadt-Anzeiger", Reportagen für den "Stern", das "Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt" und andere. Lokalchef in Bonn für die "Rhein-Zeitung", Text-Chef der "Mainzer Rhein-Zeitung", anschließend Wechsel zum "Bonner General-Anzeiger", Leiter der Redaktion Panorama/Medien/Justiz.
Gleich mit seinem ersten Roman "Todfreunde" gelang ihm ein großer Erfolg. "Die Welt" urteilte begeistert: "Von diesem Hochgeschwindigkeitsritt durch die Bundeshauptstadt kann man sich schwer losreißen." Das "Hamburger Abendblatt" schrieb: "Mit seinem Debüt ist Wolfgang Kaes ein höchst spannender und brisanter Polit-Thriller gelungen."(... sagt der Rowohlt Verlag)



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