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krimirezension ab 2003-2013

 

Felix Thijssen
"Rosa"
grafit Verlag Februar 2005
ISBN 3-89425-541-2
9,95 €

Gefährliche Träume

von Barbara Keller


Dieses Mal soll der Amsterdamer Privatdetektiv Max Winter das Spenderherz des bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Mädchens namens Rosa finden. So der Auftrag der armenischen Mutter und schönen Witwe Arin Raider. Aber der Unfall – so stellt sich heraus - war gar kein tragisches Unglück. Und der Träger des Spenderherzens führt Max Winter zum Tatort eines brutalen Verbrechens. – Der siebente Max-Winter-Krimi: Spannend und wie immer 'echt A'dam'!

Welcher bedeutende Kopf des 20. Jahrhunderts sagte noch einmal den denkwürdigen Satz: "Journalisten sind wie Straßenköter: an jedem übel riechenden Schmutzhaufen machen sie Halt."? – Wir entgegnen loyal: Was können Journalisten dafür, wenn "gute Nachrichten" laut höheren Diktats "keine Nachrichten" sind. Es ist doch nur ein Job und: diese Vorbetrachtung nur ein eigenwilliger Scherz.

Für den Journalisten und Ex-Redakteur Abraham Kars ist es allerdings kein Scherz, im Bodensatz journalistischer Tätigkeitsofferten gründeln zu müssen. Die Zeiten sind schlecht, Aufträge rar. Als er einen Honorarvortrag über Europa im kleinen Otterlo hält, lernt Kars den seltsamen Privatier Hendrik Dufour kennen. Dessen aufdringliches Ansinnen, mit Kars eine Europafachzeitschrift gründen zu wollen, bringt den Hungerjournalisten auf eine kriminelle Idee. Dass er den Coup ausgerechnet mit dem zwielichtigen Bruder seiner außerehelichen Liaison Betty umsetzt, ist ein verhängnisvoller Fehlgriff. Denn Victor trägt ein trübes Geheimnis in seiner Brust.

Frauenschwarm Max Winter, Ex-Kripobeamter, erhält einen seltsamen Auftrag. Die reiche, schöne Armenierin Arin Raider trauert um ihre Tochter Rosa, die - erst 18jährig - bei einem Autounfall ums Leben kam. Arin Raider möchte wissen, wer Rosas Spenderherz trägt. Sie erwägt nicht nur finanzielle Zuwendungen.

Max Winter arbeitet eng mit CyberNel zusammen, seiner Partnerin – auch privat. CyberNel ist Expertin auf dem digitalen Parcours. Die ideale Ergänzung für Max, denn: moderne Detektivarbeit beruht zu mindestens 70 Prozent aus Computerarbeit und Internetrecherche (... sagt CyberNel).

Bei seinen Recherchen macht das Paar einige unerfreuliche Entdeckungen, die der sensiblen Mandantin Arin Raider sicher weder schmecken noch bekommen werden. Und schließlich macht Max Winter einen grausigen Leichenfund, der mit dem Empfänger von Rosas Spenderherz in Zusammenhang steht. - Bis die schöne und stilvolle Arin Raider die in Auftrag gegebene Auskunft erhält, muss mindestens noch ein Mensch sein gefährdetes Leben auf gewaltsame Weise lassen.

Autor Felix Thijssen kennt seine Pappenheimer (im Schillerjahr sei ein geflügeltes Schillerzitat aus "Wallensteins Tod" erlaubt). Er weiß: Journalisten sind Allerweltsdilettanten, mit allen Wassern gewaschen, auf allen Hochzeiten zugleich tanzend, mit allem und niemandem "lieb Kind". Wird ein Chamäleon diesen Couleurs beschäftigungs- und perspektivlos, kann es für sein soziales Umfeld recht ungemütlich werden. - Felix Thijssen hat es für Amsterdam einmal glaubhaft und spannend durchdekliniert.

"Felix Thijssen, * 1933, in Rijswijk/Niederlande, lebt mit seiner Frau seit 1985 in den französischen Cevennen in einem alten Templerschloss, wo er sechs Stunden täglich schreibt. Er ist Autor von zahlreichen Büchern, darunter Krimis, Western, Sciencefiction, und von Drehbüchern für Film und Fernsehen. "Rosa" ist der siebente Fall für den Privatdetektiv Max Winter. Die sechs Vorgänger, "Cleopatra" (1999 ausgezeichnet mit dem ‚Gouden Strop’ für den besten niederländischen Kriminalroman), "Isabelle", "Tiffany", "Ingrid", "Caroline" und "Charlotte", sind ebenfalls bei GRAFIT erschienen." (… sagt der GRAFIT Verlag)



der MöhrenkillerFelix Thijssen: Rosa
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