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krimirezension ab 2003-2013

 

Karin Slaughter
"Das Armband"
Rowohlt TB Februar 2005
ISBN 3-499-23867-5
8,90 €

Verhängnisvolle Fundsache

von Barbara Keller


Ein Fundstück in Form eines Bettelarmbandes nimmt seinen Unglücksweg durch das British Empire. Ein Armband mit Anhängern: einem Tiger, einem Affen, einer Lokomotive, einem herzförmigen Medaillon, einem Paar Ballettschuhen, einem Kreuz und zwei Würfeln. Mal landet das Schmuckstück im Meer, auf der Straße, in einer Toilettenschüssel, mal in dem Magen eines Ermordeten. Aber immer wieder taucht es auf, um dem gutgläubigen Finder Ungemach zu bereiten. - Karin Slaughter hat 16 renommierte, englischsprachige Krimi-Autoren zu einem Erzählband zusammengebracht, in dessen Mittelpunkt ein unheilvolles Armband steht.

Das Verhängnis beginnt im Jahr 1803, als der rücksichtslose Siedler Macone Orme sich an einer Indianerin vergeht, die in einem rituellen Tanz ein magisches Armband verwendet. Der Preis ist der Tod, den die "große Bärin" dem Eindringling lustvoll bereitet. Die Kette der blutigen, an das Armband geknüpften Erzählungen endet noch lange nicht in der Gegenwart und mit der letzten der 16 Erzählungen:

Mary Lou, Amerikanerin, engstirnige Protestantin, trägt aus der Liaison mit dem verheirateten Pfarrer ein Kind unter ihrem Herzen. Die Schande ist groß. Gerade führt sie die Organisation einer Kampagne gegen Abtreibung. Nun soll ihr Kind heimlich verschwinden. Aber der Säugling überlebt und die sterbende Mutter vererbt ahnungslos dem Kind das verderbte Schmuckstück.

So die Rahmenerzählungen des Erzählbandes "Das Armband", die beide von der Hand der Krimiautorin Karin Slaughter stammen und im Bundesstaat Georgia spielen. 16 renommierte englischsprachige Autoren hat Slaughter zu diesem Projekt zusammengebracht, bei dem ein Erzähler dem nächsten den Stab in Form des Bettelarmbandes in die Hand gibt: überwiegend Autoren aus Großbritannien, drei Amerikaner und eine Kanadierin. Ins Deutsche übersetzt sind von ihnen bereits der Komiker Mark Billingham, Peter Robinson, Lee Child und die Juristin, Kriminologin und Krimiautorin Denise Mina.

Blutige Geschichten sind die Leser von Karin Slaughter ja bereits gewöhnt. Nomen est Omen. Aber eben auch einige Tiefe. Und so nimmt es nicht Wunder, dass zwar in dem vorliegenden Band ebenfalls die Disziplin Mord im Zentrum der Handlungen steht, jedoch einfühlsam und teils humorvoll witzig von den jeweiligen Autoren aufbereitet. – Die Konstellationen reichen von Zwillings-, Gatten- und Kindsmorden zu Tötungen aus Versehen und aus Spaß. – ‚berlinkriminell’ empfiehlt die Erzählung der Kanadierin Kelley Armstrong, "Plan B".

"Karin Slaughter wuchs in einer kleinen Stadt im Süden von Georgia auf und lebt jetzt in Atlanta. Gleich mit ihrem ersten Roman "Belladonna" landete sie einen internationalen Bestseller. Mit "Vergiss mein nicht" (Wunderlich Verlag) und "A Faint Cold Fear" setzte sie ihre internationale Karriere fort. Ihre Bücher erschienen in 16 Ländern. (... sagt der Rowohlt TB Verlag)



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