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krimirezension ab 2003-2013

 

Roman Rausch
"Und ewig seid ihr mein"
Rowohlt TB 02.2006
ISBN: 3-499-24106-4
8,90 €

Anubis finale Familienspiele

von Barbara Keller


Bei Weeten, südlich von Hamburg, lässt ein unseliger Mordbube wiederholt Gedärme Ermordeter zu Wasser, darunter den kunstvoll herausgetrennten Atmungstrakt eines Posaunisten. Und in einer Babyklappe findet eine entsetzte Krankenschwester die Innereien einer Frau. - Vor zwei Jahren hatte "Anubis" aus unerfindlichen Gründen seine berüchtigte Mordserie abgebrochen. Jetzt geht er wieder frisch ans Werk. Über "Töte-Mich"-Foren im Internet, ein Nest dörflicher Satanisten, divers multiple Persönlichkeiten und sich selbst stolpern die Ermittler von der Kripo einer grausigen Wahrheit entgegen.

Es riecht nach Benzin im Schlafsaal des Waisenhauses. Als der kleine Ruben in der Dunkelheit des Schlafsaals lächelnd die Arme nach der vor ihm stehenden Person ausstreckt, ein Streichholz aufflammt und die arme Waise kurz darauf schreiend in Flammen aufgeht, weiß der Leser sofort: diese Geschichte muss ein übles Nachspiel haben!

Balthasar Levy ist gerade mit einem Forschungsprojekt: "Serienmörder in Deutschland" beschäftigt. Vor zwei Jahren hat den überarbeiteten Profiler von der Kripo der Alkohol beruflich aus der Kurve geschleudert. Nun hofft er auf einen Lehrstuhl für Forensische Psychiatrie an der Universität.

Levy, nun freiberuflicher Fallanalytiker, ist Workaholiker. Als ihn mitten in der Nacht sein ehemaliger Chef und Mentor Sven Demandt anruft: "Er ist wieder da, der Eingeweidemann!", da ist auch Levy wieder mit von der Partie. - Zum Leidwesen der blonden, grünäugig fischigen Hortensia Michaelis (was für ein Name!), die die multikulturelle Ermittlergruppe leitet und Levy sofort zu mobben beginnt.

Die körperlosen Innereien des untreuen Posaunisten Eberhard Finger und die der lebenssüchtigen Boutiqueinhaberin Tessa Fahrenhorst, Fundstücke aus einem fließenden Gewässer bei Weeten, führen Levy zunächst in eine vermeintliche Sackgasse: zu einer Satanistenzelle auf dem "Schweizer Hof" bei Weeten. Über die Mailingliste eines "Verspeistforums" und das Forummitglied Magnus666 kommt der Profiler mit dem 7. Sinn schließlich aber doch dem magischen "Anubis" auf die Spur.

Kain und Abel, Dr. Jekyll und Mr. Hyde – aus altbekanntem Stoff ist der finstere Thriller, den Roman Rausch in Weeten, südlich von Hamburg, vom Stapel lässt. Körperlose Gedärme, kunstvoll arrangiert, wabern ziellos in fließenden Gewässern.

Kein Zeh, an dem ein Namensschild des Opfers oder eine Vorgangsnummer zu befestigen wäre. Weder Täter noch Ermittler scheinen zu wissen, wer sie wirklich sind. Multiple Persönlichkeiten in Aktion auf dem beliebten Themenfeld: Serienmord. - Nur Mut beim Lesen! Vorsicht: doppelter Boden!


"Roman Rausch, 1961 in Würzburg geboren, arbeitete nach dem Studium der Betriebswirtschaft lange Zeit im Medienbereich und als Journalist 1992 gründete er die Schreibakademie storials.com. Er ist bekannt geworden mir den Würzburger Kriminalromanen mir Kommissar Kilian und seinem Kollegen Heinlein. Für sein Debüt "Tiepolos Fehler" wurde Roman Rausch 2002 mit dem Book on Demand Award ausgezeichnet." (... sagt Rowohlt TB)


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