Namibia. Südwestafrika, Deutsch-Südwestafrika, Hererokrieg, unabhängig erst seit 1990. Viel ist es nicht, was einem zur Geschichte Namibias einfällt. Dabei sollte es. Mehr als dreißig Jahre bemühte sich das Deutsche Reich seit 1885, aus dem westafrikanischen Reich eine gefügige Kolonie zu machen und brachte - nicht zuletzt im Goldrausch - zehntausende Ureinwohner um.
Globetrotter Bernhard Jaumann, der zur Zeit in Namibia lebt, hat einen Krimi geschrieben, der nicht nur in diesem Land spielt, sondern der den Unabhängigkeitskampf des Landes gegen das südafrikanische Mandat als Hintergrund hat.
Ein Mann unternimmt eine finale Reise mit einem mörderischen Plan. Das vermutlich Letzte, das er in diesem Leben unternehmen will und kann. Das aber gründlich. Mit einer Kalaschnikow in der Sporttasche bereist er das Land und ermordet Personen, die mit der Liquidierung eines SWAPO-nahen, weißen Rechtsanwaltes zu tun haben.
Die Getöteten sind Rassisten reinsten Wassers, die sich zur Zeit der Apartheid unerfreulich hervortaten. Die Empathie, die die schwarze Kriminalinspectorin Clemencia Garises den Opfern des Killers entgegenzubringen vermag, hält sich dementsprechend in Grenzen. Doch irgendetwas scheint an der Geschichte faul.
Während die noch lebenden, mutmaßlichen Mörder des Anton Lubowski um ihr Leben zittern, wird von offizieller Seite alles getan, Garises Ermittlungsarbeiten zu stören. Garises ist verwirrt. Hatte tatsächlich, wie ihr Kollege behauptet, die SWAPO bei der Ermordung Lubowskis die Finger im Spiel? Brachte sie einen der Ihren um?
Als Kriminalinspectorin Clemencia Garises dem Mörder bereits auf hautnah auf den Fersen ist, wird sie bis auf weiteres von dem Fall abgezogen...
Fazit: Spannender Action-Thriller von hohem Aufklärungswert.
Zu
Bernhard Jaumann im Krimilexikon...